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Kowloon Heute Nacht hatten wir wie Steine geschlafen und als wir um 8:15 aufstanden war es genauso trüb wie gestern Abend. Wir machten uns fertig und gingen gegenüber ins Starbucks zum frühstücken, da in den meisten Hotels hier das Frühstück unverhältnismäßig teuer ist. Von dort aus begaben wir uns auf einen Stadtspaziergang, der im Reiseführer beschrieben war. Dieser verlief ein wenig abseits der üblichen Touristenrouten und Einkaufsstraßen und war für HK Verhältnisse etwas ruhiger. Wir kamen an vielen Läden vorbei, welche hauptsächlich die Einheimischen nutzen, darunter einige Märkte, Garküchen und Dinge des täglichen Gebrauches. Immer wieder entdeckt man kleine Altäre in den Geschäften. Anschließend machten wir uns auf den Weg in die Shoppingmeile für elektronische Geräte. Da gab es eine Straße die fast ausschließlich Elektrogeräte anbot, wobei die Preise meiner Meinung nicht so sehr von unseren abweichen wenn man die Steuer noch dazurechnet. Weiter ging es zum Street Market und über den Goldfischmarkt, eine Straße in der es fast nur Haustiere, hauptsächlich Wassertiere und die zugehörige Ausrüstung gab, kurios. Den Fischmarkt streifend weiter zur Straße für Sportartikel und zum Ladies Market, der allerdings eher an einen Italienischen Markt erinnert, abgesehen davon, dass alles enger war und die Stände ungefähr vier Meter in die Höhe ragten. Nach dem anstrengenden Shoppingmarathon suchten wir erst einmal den nächstgelegenen Starbucks auf und erholten uns ein wenig. Auf dem Rückweg kamen wir noch durch ein Viertel in dem es hauptsächlich Töpfe, bis zu 1,30 Meter groß und allerlei Equipment für den hauseigenen Buddhistentempel incl. Schrein zu kaufen gab. Zum Schluss stand noch ein Besuch im Tempel an, in dem es vor lauter Räucherstäbchen fast keine Sicht mehr gab. Alles wirkte hier sehr fremdartig aber in gewisser Art auch mystisch. Direkt nebenan bauten Händler in aller Öffentlichkeit gerade einen Straßenmarkt mit lauter „Spielzeug für Erwachsene“ auf, an Kuriositäten scheint diese Stadt wirklich nichts auszulassen. Zurück im Hotel war erst einmal Füße hochlegen angesagt und die Einkäufe in die Koffer packen. Am Abend machten wir uns, nachdem wir unterwegs unser Vertrauen in die bezahlbare Hong Konger Küche nicht wirklich festigen konnten, auf ins bewährte Hard Rock Cafe. Heute war bedeutend mehr Betrieb, denn das anstehende Wochenende kündigte sich an. Auf dem Rückweg machten wir wieder den großen Schlenker zur Uferpromenade und wir genossen den Ausblick und das Treiben, da es hier keine übel riechenden Straßenküchen und Läden mit getrocknetem Fischzeug, Schlangen, Geckos und was weiß ich für Zeug gab. Auf dem Weg zum Hotel nahmen wir wieder die riesige Nathan Road, die zentrale Achse Kowloons und freuten uns, am Hotel angekommen, auf unser Bett nach einem doch recht interessanten Tag. Ein wenig haben wir uns an den Rummel, das Chaos, den Verkehr, die unendlichen Shoppingmeilen und den Lärm gewöhnt, wie man allerdings den Gestank auf Dauer ertragen kann, ist und bleibt uns schleierhaft. Erstaunlicherweise bleibt noch anzumerken, dass es hier für die vielen Menschen erstaunlich sauber ist und man auch in engen Nebenstraßen abseits der großen Routen verhältnismäßig sicher ist, dies denke ich, ist wirklich hervorzuheben, denn in anderen Großstädten ist dies nicht selbstverständlich. Bilder des Tages
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